Chronologie

  • 1832 Adam Henkell (1801 – 1866) gründet in Mainz die Firma Henkell & Cie., eine Weinhandlung.
  • 1856 In der neu erstellten „Champagnerfabrik“ in der Mainzer Walpodenstraße wird nun auch Schaumwein hergestellt.
  • 1864 Johann Jacob Söhnlein gründet die Rheingauer Schaumweinfabrik in Schierstein am Rhein.
  • 1866 Der 23-jährige Rudolf Henkell (1843 – 1912) übernimmt die Führung des Unternehmens Henkell & Cie.
  • 1868 Der Sekt der Rheingauer Schaumweinfabrik, aus Schloss Johannisberger Grundweinen hergestellt, erhält den Namen Rheingold. Als 1876 die Bayreuther Festspiele mit dem „Ring des Nibelungen“ eröffnet werden, verleiht Richard Wagner dem Söhnlein-Sekt die Weihe als Rheingold.
  • 1876 Am 28. März des Jahres wird die Sektmarke Rheingold als erste Sektmarke überhaupt amtlich geschützt. Vertrag zwischen Söhnlein und der Fürst von Metternich-Winneburg’schen Domäne Schloss Johannisberg über ein Vorkaufsrecht für die Weine der Domäne Schloss Johannisberg.
  • 1877 Vertrag zwischen Söhnlein und der Fürst von Metternich’schen Domäne über die garantierte Lieferung der Grundweine für die kommenden zehn Jahre.
  • 1891 Otto Henkell I (1869 – 1929) tritt in die Firma seines Vaters ein.
  • 1894 Das Wissen um die Bedeutung des Markenartikels führt zur Schöpfung von Henkell Trocken und zum Beginn der Werbung für Henkell Trocken.
  • 1898 Die Marke Henkell Trocken wird ins Warenzeichenblatt eingetragen.
  • 1904 Bei Henkell betreibt man konsequente Markenpolitik mit einem „Reklamebudget“ von 100.000 Mark.
  • 1907 - 1909 Der junge Architekt Paul Bonatz baut für Otto Henkell eine hochmoderne Sektkellerei in klassizistischem Stil. Damit wird der Firmensitz von Mainz nach Biebrich am Rhein verlegt.
  • 1910 Die Firma Henkell & Co ist Marktführer für Sekt.
  • 1912 Nach dem Tod von Johann Jacob Söhnlein übernimmt sein jüngster Sohn Friedrich Wilhelm (1860 – 1948) die Geschäfte.
  • 1922 Die Firma ändert ihren Namen in „Söhnlein Rheingold AG“.
  • 1924 Emma Söhnlein-Pabst (1871 – 1943), Ehefrau von Friedrich Wilhelm Söhnlein, hat Sitz und Stimme im Aufsichtsrat des Unternehmens und ist ab 1932 Inhaberin der Sektkellerei.
  • 1929 In der Zeit zwischen 1929 und 1944 steht die Sektkellerei Henkell unter der Leitung des Bruders von Otto Henkell, Karl Henkell, der 1944 seinen Verletzungen infolge eines Bombenangriffs erliegt.
  • 1933 Die Sektkellerei Schloss Rheinberg GmbH wird von der Söhnlein Rheingold AG übernommen.
  • 1934 Vertrag zwischen Söhnlein und der Fürst von Metternich-Winneburg’schen Domäne Schloss Johannisberg über die exklusive Verwendung des Schloss Johannisberger Cabinet-Weinetiketts sowie der Halsschleife mit dem Wappen des Fürst von Metternich-Winneburg’schen Hauses. Der Ursprung des heutigen Fürst von Metternich-Sektes war geschaffen.
  • 1935 Die Bezeichnung Pikkolo wird für die Viertel-Flaschen von Henkell geschützt.
  • 1936 Der „Schwarze Herr“ wird Markenzeichen von und Symbol für Henkell Trocken.
  • 1948 Otto Henkell II (1923 – 1988) wird 25-jährig Geschäftsführer auf Henkellsfeld und übernimmt den Wiederaufbau des Unternehmens.
  • 1950-er Jahre Henkell Trocken wird intensiv beworben, der Pikkolo breiten Käuferschichten nahegebracht. Die Rüttgers-Marken werden als Hausmarken lanciert.
  • 1958 Der Bielefelder Unternehmer Rudolf August Oetker übernimmt die Söhnlein Rheingold Sektkellerei.
  • 1960 Gesellschaftsvertrag der Söhnlein Rheingold KG mit Arthur Barth, Berlin, und damit Einstieg in das Geschäft mit Wodka Gorbatschow.
  • 1960/61 Übernahme der Lutter & Wegner KG, Berlin, durch Söhnlein.
  • 1963 Übernahme der Sektkellerei Burg Weisenau durch die Söhnlein Rheingold KG.
  • 1964 Die Konsummarke Söhnlein Brillant wird aus der Taufe gehoben. Henkell führt im gleichen Jahr Rüttgers Club im Lebensmitteleinzelhandel ein.
  • 1971 Fürst von Metternich Riesling Sekt wird über die Gastronomie als Premiumsekt im Markt eingeführt.
  • 1975 Henkell übernimmt die Sektkellerei Carstens KG, Neustadt / Weinstraße.
  • 1979 Einführung der Marke Adam Henkell in Fachhandel und Gastronomie.
  • 1982 Otto Henkell II zieht sich aus dem aktiven Geschäftsleben zurück.
  • 1987 Die langjährigen Wettbewerber Henkell & Co und die Söhnlein Rheingold KG fusionieren. Der Verwaltungssitz des neuen Unternehmens, der Henkell & Söhnlein Sektkellereien KG, befindet sich nunmehr auf Henkellsfeld in Wiesbaden-Biebrich.
  • 1988 Akquisition von Scharlachberg, Österreich, unter Ausklammerung des gleichnamigen Weinbrandes. Henkell und Söhnlein, Österreich, wird mit nunmehr eigener Sektherstellung in Wien und eigener Spirituosenabfüllug in Salzburg gegründet.
  • 1992 Übernahme der Hungarovin AG, Budapest, des ungarischen Marktführes für Sekt.
  • 1995 Die Hungarovin AG beteiligt sich ihrerseits mehrheitlich an der Balatonboglári Borgazdasági AG (BB). Henkell & Söhnlein übernimmt die Aktienmehrheit an der Kurpfalz Sektkellerei AG in Speyer.
  • 1996 Gründung von Henkell & Söhnlein Polska Sp. z o.o., Warschau.
  • 1997 Henkell & Söhnlein übernimmt die Deinhard AG, Koblenz. Henkell & Söhnlein erwirbt die qualifizierte Mehrheit an der Vinpol Sp. z o.o. in Torun´, Polen.
  • 1999 Übernahme der qualifizierten Aktienmehrheit an der Bohemia Sekt a.s., Starý Plzenec, Tschechien.
  • 2000 Henkell & Söhnlein erhält zum 1. August 2000 die qualifizierte Aktienmehrheit an der slowakischen Schaumweinfirma Hubert J.E. s.r.o. in Sered’. Im September 2000 übernimmt Henkell & Söhnlein die Gratien & Meyer Holding S.A.S. in Saumur, Frankreich, zu der die 1864 gegründete Sektkellerei Gratien & Meyer Seydoux S. A. in Saumur und die Champagne-Kellerei Alfred Gratien S.A.S. mit Sitz in Epernay gehören.
  • 2003 Henkell & Söhnlein übernimmt ab 1. Juni Vertrieb und Markenrechte der Sekte der Sektmanufaktur Menger-Krug, Deidesheim. Die ausschließlich aus Grundweinen des Weingutes Menger-Krug hergestellten Sekte belegen den Preisbereich zwischen Markenchampagner und hochwertigem Premiumsekt. Zum 1. Oktober 2003 übernimmt Henkell & Söhnlein die S. C. Astese Production S.r.l., Bukarest, Rumänien. Mit der Marke Angelli ist Astese mit Abstand rumänischer Sektmarktführer.
  • 2004 Henkell & Söhnlein übernimmt die Marken Kupferberg Gold und Scharlachberg Meisterbrand. Mit Kupferberg Gold sichert sich das Unternehmen eine der seit über 150 Jahren erfolgreichsten Sektmarken in Deutschland und Österreich. Mit Scharlachberg Meisterbrand verstärkt Henkell & Söhnlein sein Spirituosenangebot um eine weitere Top-Ten-Marke.
  • 2005 Die tschechische Henkell & Söhnlein-Tochter Bohemia Sekt a.s. übernimmt zum 1. Juni 2005 die Spirituosenmarken Pražská Vodka, Nordic Ice und Silver Ice. Damit ist Bohemia Sekt im Heimatland nicht nur Sekt- und Weinmarktführer, sondern stellt nun auch den Wodkamarktführer.
  • 2006 Henkell-Sekt feiert 150-jähriges Jubiläum. Was 1856 mit der ersten Sektproduktion anfing, hat sich zu einer der größten und modernsten Sektkellereien Deutschlands entwickelt. Die Söhnlein Brillant-Produktfamilie erhält einen Neuzugang: Söhnlein Brillant Alkoholfrei. Übernahme der Spirituosenmarken Der Gute Pott und Stern-Marke von der A. Racke GmbH & Co, Bingen. Damit baut Henkell & Söhnlein seine Spirituosenkompetenz weiter nachhaltig aus.
  • 2007 Henkell & Söhnlein hat den urkrainischen Sektmarktführer, Kijewskij Zavod Schampanskich Win Stolitschnij (Kiewer Sektkellerei), Kiew, Ukraine, übernommen. Somit ist die Gruppe nunmehr in sechs europäischen Ländern der Marktführer für Sekt und in jeweils zwei Ländern für Wein und Wodka.
  • 2008 Zum 1. April übernimmt Henkell & Söhnlein die qualifizierte Mehrheit an dem italienischen Prosecco-Anbieter, Mionetto S.p.A. mit Sitz in Valdobbiadene (Treviso). Henkell & Söhnlein ist nunmehr in 10 europäischen Ländern mit eigenen Tochterunternehmen vertreten.
  • 2009 Um ihrer zunehmenden Internationalisierung Rechnung zu tragen, firmiert die Unternehmensgruppe ab 1. Januar 2009 unter dem Namen Henkell & Co. Sektkellerei KG.

Adam Henkell

Adam Henkell (1801-1866) gründete 1832 die Firma Henkell & Cie.

Adam Henkell

Johann Jacob Söhnlein

Johann Jacob Söhnlein (1827-1912), Gründer der Sektkellerei Söhnlein.

Johann Jacob Söhnlein
 Startseite